Autor: tophandball

Vilstaler bieten lange Paroli

by tophandball

Taufkirchen – Es war der Höhepunkt des Spiels: Als Ende der zweiten Halbzeit Taufkirchens Torwart Flo Lehner in einem Spielzug der Gäste gleich drei freie Würfe parierte, standen selbst die Dachauer anerkennend auf und applaudierten. Überhaupt durften sich die Männer von der Vils nach dem Duell gegen das weiterhin verlustpunktfreie Überteam der Bezirksklasse Süd West auf die Schulter klopfen lassen. Und das trotz einer Niederlage.

Mit 22:29 (12:12) zogen die Taufkirchener Handballer zwar gegen den zukünftigen Bezirksligisten TSV Dachau 65 den Kürzeren. Aber Trainer Maximilian Josef war mit der Leistung seiner Mannen hoch zufrieden. Verletzungen und Krankheiten hatten seinen Kader, vor allem den Rückraum (ohne Heydemann, Anhoffer, Weinzierl), arg schrumpfen lassen. „Wir wollten Dachau ärgern, und das ist uns gelungen. Wir haben gut mitgespielt“, so Josef. Bis kurz nach dem Seitenwechsel agierten die Taufkirchener sogar auf Augenhöhe, ehe sich das dynamischere Spiel der Gäste durchsetzte. Beim 16:20 (42.) waren es erstmals vier Tore Differenz. Der konditionelle Abbau und einige leichte Ballverluste ließen es aus Sicht der kämpferisch starken Vilstaler am Ende zu deutlich werden.

Tore für Taufkirchen: Johannes Wiesner 7, Patrick Mühlenbeck 3, Pascal Demny 3, Christoph Huber 3/1, Maximilian Josef 2, Andreas Rej 2, Tobias Huber und Philipp Friedrich. ola

Quelle: eigene Aufnahme

Wartenberg scheitert an der Siebenmeter-Schwäche

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Wartenberg – Vor dem Handball-Derby der Bezirksklasse Ost zwischen Wartenberg und den favorisierten Gästen aus Taufkirchen, sprach Wartenbergs Frauentrainer Andreas Adelsberger von „einem Spiel mit eigenen Regeln“ – und er sollte lange Zeit recht behalten. Die Gastgeberinnen verloren zwar 18:26 (10:12), aber die Zuschauer in der Strogenhalle sahen speziell in Halbzeit eins einen engen Schlagabtausch. Nach einer Viertelstunde (7:7) hätte Wartenberg durch einen Siebenmeter sogar in Führung gehen können, aber Debbie Peddoni scheiterte an Gästetorhüterin Sabrina Josef. Insgesamt vergaben die Wartenbergerinnen drei ihrer sechs Strafwürfe. Danach schalteten die Gastgeberinnen einen Gang zurück, was einen Rückstand von zwei Toren zur Pause nach sich zog. „Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit haben wir komplett verpennt“, ärgert sich Adelsberger. Peddoni wurde von der Taufkirchener Abwehr in enge Deckung genommen, erfolgsbringende Ideen im Offensivspiel waren ab diesem Zeitpunkt Mangelware. Die Gäste nutzten das Momentum für sich, trafen durch Susi Aigner, Johanna Christofori, Ursula Rasthofer und Anne Bürger gleich viermal in Folge und setzten sich komfortabel ab (16:10/36.). „Aber ab der 40. Minute war es aber wieder ein Hin und Her“, analysiert Adelsberger, der trotz der Niederlage mit der Einstellung und Leistung seiner Mannschaft zufrieden ist: „Als Tabellenvorletzter kann man gegen den Zweiten schon mal verlieren.“ Ein „würdiges Derby“ hatte Gästetrainerin Rosi Storck gesehen. „Wartenberg hat lange gut mitgehalten und uns das Leben schwer gemacht, aber am Ende waren wir konditionell und spielerisch überlegen – das spiegelt auch das Ergebnis wider.“ Tore: Wartenberg: Andrea Angermaier 7/1, Deborah Peddoni 5/1, Sandra Rademacher 3, Pasqualina Ietti 1/1, Vreni Stürzl, Stephi Wölpl. Taufkirchen: Anne Bürger 8/3, Johanna Christofori 5, Susanne Aigner 4, Andrea Blattenberger 3, Laura Strauss 3, Tanja Schweiger 2, Ursula Rasthofer.  dag/ola Wartenberg scheitert an der Siebenmeter-Schwäche

 Fotoquelle: Roland Albrecht (Erdinger/Dorfener Anzeiger)