Kategorie: Aktuelles

Taufkirchener Risiko bleibt unbelohnt

by tophandball

Herren

HANDBALL-BEZIRKSLIGA TSV-Männer müssen Punkte ziehen lassen: 29:31-Derbyniederlage gegen effektiveres Altenerding 2

von Olaf Heid

Taufkirchen - Einen packenden Derbyfight haben sich die Handballer aus Taufkirchen und Altenerding geliefert. Den Gastgebern von der Vils blieb allerdings die angepeilte Revanche für die Hinspielpleite verwehrt, auch im Rückspiel hatte die SpVgg-Reserve das bessere Ende für sich. Mit 31:29 (13:11) Toren nahmen die Gäste ums Trainergespann Frank Sullivan und Hans-Jürgen Huber die Punkte mit.

„Wir haben das Beste aus unseren personellen Möglichkeiten gemacht, aber es hat am Ende leider nicht gereicht“, bedauerte Patrick Mühlenbeck, der zusammen mit Matthias Hils das Interimstrainerduo bildet. Es habe ihrer Mannschaft „das letzte Quäntchen Glück“ gefehlt. „Wir haben ein paar freie Konter verworfen.“

Die Taufkirchener Hausherren führten aber auch nur ein einziges Mal nach dem 1:0 durch Julian Mühlenbeck, danach liefen sie beständig einem Rückstand hinterher. Altenerding 2 stellte, angetrieben von Simon Klawe und Simon Dybilasz, auf 4:1 (7.). Der TSV kam beim 6:7 (16.) nochmals bis auf einen Treffer heran, kämpfte leidenschaftlich und schaffte nach Seitenwechsel beim 13:13 (33.) sogar nochmal den Ausgleich. Doch die Gäste agierten abgezockter, nutzten ihre Chancen effektiver (19:24/48.) – mussten aber beim 26:27-Anschluss (57.) durch Taufkirchens Thomas Anhoffer eine Auszeit nehmen.

Eine TSV-Strafzeit ebnete für die SpVgg-Zweite dann den torreichen Weg zum Derbysieg. Die offensive Taufkirchener Deckung konnte das 29:31 nicht mehr verhindern. „Wir mussten halt nochmal richtig Risiko eingehen“, so Mühlenbeck, „hat nicht geklappt“.

Tore für Taufkirchen: Dion Heydemann (8), Christoph Huber (8/3), Andreas Rej (4), Julian Mühlenbeck (4), Tobias Huber (2), Thomas Anhoffer (2) und Philipp Friedrich.

für Altenerding: Simon Dybilasz (8), Simon Klawe (8/3), Luca Hoehl (4), Julian Kreisig (4/1), Sebastian Boden (3), Jonas Detterböck (3/1) und Marvin Köhler.

 

Intensiv und zupackend war das Derby zwischen Taufkirchen (blaue Trikots) und Altenerding (lila) mit (v.l.) Christoph Huber, Simon Dybilasz, Dion Heydemann, Jonas Detterböck, Tobias Huber, Martin Kolbinger und Andi Rej. Foto: Weingartner

Auswärtserfolg mit dünnem Kader und bärenstarkem Torwart

by tophandball

Herren

Handball-Bezirksliga: Taufkirchens Männer landen zweiten Sieg in Folge – 32:29 beim ETSV Landshut

 

von Olaf Heid 

 

Taufkirchen - Sie kommen langsam wieder ins Rollen und nähern sich der Form der Vorsaison. Taufkirchens Handballer haben ihre Ergebniskrise der vergangenen beiden Monate beendet und mit einem verdienten 32:29 (19:13) beim ETSV 09 Landshut den zweiten Sieg in Folge gelandet. Die Vilstaler haben sich damit in der Tabelle – auch dank mehr absolvierter Spiele – auf den vierten Rang verbessert.

Der Formanstieg kommt rechtzeitig für die Taufkirchener, denn am kommenden Sonntag steht das Landkreisderby gegen die SpVgg Altenerding 2 an. In der Halle der Eisenbahner legten sie auch los „wie die Feuerwehr“, schilderte Interimstrainer Patrick Mühlenbeck, der nach dem gesundheitlichen, vorübergehenden Rückzug von Coach Ralf Forster (wir berichteten) zusammen mit Matthias Hils das Kommando an der Linie übernommen hat.

Nach sechs Minuten lagen die TSV-Männer bereits mit 5:0 in Front (6.), weil sie in der Defensive auf eine 3-2-1-Deckungsvariante setzten und daraus etliche einfache Kontertore warfen. „Dann haben wir leider einen kleinen Durchhänger gehabt“, so Coach Mühlenbeck, der den Vorsprung durch zu viele leichte Fehler auf 10:9 (19.) schrumpfen sah.

Allerdings schafften es die Gäste, sich wieder zu fangen. Über den emsigen Julian Mühlenbeck und auch Christoph Huber fielen die gut herausgespielten Treffer. Zur Pause lag Taufkirchen wieder komfortabel mit sechs Toren in Front.

Doch, und hier kam der Nachteil eines dünnen Kaders zum Tragen, nach Seitenwechsel machte sich der Kräfteverschleiß einer temporeichen ersten Hälfte bemerkbar. „Da ging uns dann ein bisschen die Puste aus“, sagte Patrick Mühlenbeck, der den Vorsprung auf 21:19 (41.) schmelzen sah. Mit ein Grund: Nominell saßen zwar zwei Ersatzspieler auf der Bank, doch Martin Kolbinger war nach einer Erkältung nur als Notnagel dabei und konnte nur einen Kurzeinsatz machen.

Das TSV-Trainerduo reagierte und nahm eine Auszeit. Mit Erfolg, die Aktionen wurden ruhiger vorgetragen und die Strafbank gemieden. Trotzdem kam der ETSV nochmals bis auf 28:29 (58.) heran. Aber Keeper Florian Lehner sicherte Taufkirchen den 32:29-Erfolg. „Er hat das Tor vernagelt“, jubelte Patrick Mühlenbeck lobend.

 

Tore für Taufkirchen: Christoph Huber (10), Julian Mühlenbeck (9), Dion Heydemann (8), Andreas Rej (2), Thomas Anhoffer (2) und Tobias Huber.

 

Kampfstark zum 26:24-Erfolg im Kellerduell

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Damen

Handball-Bezirksliga: Taufkirchener Frauenteam ringt TSV Gaimersheim nach Sechs-Tore-Rückstand nieder – Hoffnung auf Klassenerhalt

von Olaf Heid

Taufkirchen - Der TSV Taufkirchen hat sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Frauen-Bezirksliga zurückgemeldet. Nach einem packenden Kellerduell setzte sich die gastgebende Mannschaft ums Trainergespann Manfred Scholz und Maximilian Josef mit 26:24 (9:13) Toren gegen den TSV Gaimersheim durch und hat als Tabellenneunter den direkten Anschluss zur Nichtabstiegszone – derzeit ab Platz acht – geschafft.

Die Frauen von der Vils bewiesen dabei viel Moral und steckten sogar einen Sechs-Tore-Rückstand weg (7:13/29.). „Unsere erste Hälfte war schlecht. Wir haben einfach das Tor nicht getroffen und zehn todsichere Chancen vergeben. Da war alles dabei, von Pfosten, Kontern bis zu Siebenmetern und unnötigen Hebern von außen“, haderte Scholz mit der Verwertung der Möglichkeiten.

Auch die Abwehr agierte zu passiv, so dass die Trainer die junge TSV-Truppe wachrüttelten. Sie stellten dazu die Deckung um, was umgehend fruchtete. „In der zweiten Halbzeit war das ein ganz anderes Spiel. Wir haben in der Defensive ein bisschen aggressiver hingelangt“, freute sich Coach Scholz über die Wende. Daran hatte auch Torhüterin Sabrina Josef einen großen Anteil, die nun bedeutend mehr Würfe parierte.

Die Aufholjagd begann. Mit dem Tor durch Ursula Rasthofer zum 15:15 (40.) gelang der erstmalige Ausgleich, dem Anne Bürger per Strafwurf das 16:15 (41.) folgen ließ. „Die Mädels haben sich gut reingekämpft und nun auch nicht mehr so kompliziert geworfen“, lobte Scholz die Mannschaft, die auf 18:15 (44.) davonzog.

Aber Gaimersheim kämpft und drehte noch einmal den Spieß kurz um (20:21/52.). Doch nach einer Auszeit waren es die Youngster Theresa Bachmaier, Christine Wolfrum und Maria Heilmeier die Verantwortung übernahmen. „Sie haben für viel Wirbel gesorgt“, meinte Scholz stolz. Taufkirchen ging 25:22 (57.) in Führung und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Tore für Taufkirchen: Christine Wolfrum (7), Arbenita Latifi (6), Andrea Blattenberger (3), Anne Bürger (3/1), Theresa Bachmaier (2/1), Ursula Rasthofer (2), Maria Heilmeier (2) und Julia Kerscher.

Besondere Motivationshilfe durch Rosalie

by tophandball

Damen 

Taufkirchens Handballfrauen erwarten am Samstag im Bezirksliga-Kellerduell den TSV Gaimersheim

 

von Olaf Heid

 

Taufkirchen - Der Blick auf die Tabelle reicht, um zu wissen, was für die Handballfrauen des TSV Taufkirchen von der ersten Aufgabe in 2026 abhängt. Im letzten Spiel der Bezirksliga-Hinrunde treffen die Schützlinge des Trainerduos Manfred Scholz/Maximilian Josef am Samstag um 17 Uhr in der neuen Halle der Mittelschule in einem Kellerduell auf den TSV Gaimersheim.

Denn mit einem Sieg gegen das Schlusslicht (11./2:16 Punkte) würden sich die Frauen von der Vils, derzeit sind die Aufsteigerinnen auf Rang neun zu (3:15) zu finden, im Rennen um den Klassenerhalt wieder zurückmelden. Andernfalls hätten sie es um einiges schwerer, sich vom vordersten der drei sicheren Abstiegsränge zu entfernen. „Wenn wir oben bleiben wollen, müssen wir dieses Duell auch gewinnen“, weiß Scholz um die Bedeutung des Aufeinandertreffens.

Der erfahrene Taufkirchener Coach hat im Training aber eine besondere Atmosphäre und viel Zug gespürt. Zum einen war die Beteiligung nach der Weihnachtspause mit 16 Spielerinnen „sehr positiv“, zum anderen das Engagement sehr intensiv. „Wir haben hart trainiert und sind guter Dinge“, betont Scholz. Bis auf Despina Hatzigrigoriu (Verdacht auf Nasenbeinbruch) kann er der Bestbesetzung vertrauen. Und besonderer Motivation aus einem erfreulichen Grund: „Das Team will den Sieg Laura Strauss widmen und ihr damit gratulieren.“ Denn die Rückraumspielerin wurde unter der Woche Mutter einer Tochter, namens Rosalie – und das war Gesprächsthema Nummer eins im Training. 

 

 

Steigerung gegen den Tabellenzweiten

by tophandball

Damen 

Handball-Bezirksliga: Taufkirchens Frauen unterliegen Favorit Metten mit 23:31, präsentieren sich aber als Einheit

 

von Olaf Heid

 

Taufkirchen – Unterm Strich gab es für die Taufkirchener Handballfrauen die erwartete Niederlage. Doch die Stimmung im Lager des TSV war nach dem 23:31 (12:19) in der Halle der Mittelschule gegen den Tabellenzweiten SSG Metten eine ganz andere als gegen Bezirksliga-Primus Altenerding (21:35). Und das lag nicht nur an den unterschiedlichen Resultaten, sondern die Leistung war laut Coach Maximilian Josef eine bessere gewesen.

„Ich bin stolz auf die Damen“, lobte er nach dem zweiten Duell gegen einen Aufstiegsfavoriten binnen einer Woche. „Das Ergebnis mag deutlich ausschauen, aber die Mädels haben gezeigt, was sie können.“ In Abwehr wie Angriff machte er eine Steigerung aus. Es sei ein Teil des manchmal harten Lernprozesses, in dem die junge Truppe stecke, so Josef, der zusammen mit Manfred Scholz die Kommandos an der Seitenlinie gibt.

„Gegen Metten, einen Bezirksoberliga-Absteiger, kann man verlieren, aber wir haben uns wirklich nicht schlecht verkauft.“ Bis zum 6:8 (11.) durch Maria Heilmeier blieben die Liganeulinge von der Vils dicht dran, und mussten erst kurz vor der Pause abreißen lassen.

Doch nach Seitenwechsel kam angesichts des Sieben-Tore-Rückstands kein Einbruch, wie so einige Male in dieser Spielzeit. Angetrieben von den Paraden von Sabrina Josef, die im Kasten etliche Hundertprozentige entschärfte, kam Abstiegskandidat Taufkirchen mehrfach um zwei Tore näher. „Sie hat uns in vielen Situationen gerettet“, lobte Maxi Josef, zugleich ihr Bruder. Auch Maria Heilmeier überzeugte, weil sie „ihre Chance genutzt hat und sich viel getraut hat. Das ist wichtig“, lobte der TSV-Coach, der nur die Torausbeute kritisieren musste, die ein besseres Resultat am Ende verhinderte. „Wir haben zu viele Möglichkeiten über Außen liegen gelassen.“

Maxi Josefs Fazit: „Das war unterm Strich eine Superleistung, bedeutend besser als gegen Altenerding“, hob er den Pluspunkt hervor. „Wir haben als Mannschaft agiert. Das hat mir bewiesen, wir können in der Bezirksliga durchaus mithalten und haben das Potenzial, den Klassenerhalt zu schaffen.“ Es mache Hoffnung für die Spiele im neuen Jahr. Gleich am 10. Januar kommt es in Taufkirchen zum wichtigen Duell gegen Schlusslicht Gaimersheim. „Wir werden durchtrainieren, um im Fluss zu bleiben“, kündigte TSV-Trainer Maxi Josef Übungseinheiten für 23. und 30. Dezember an. ola

Tore für Taufkirchen: Anne Bürger (10/9), Andrea Blattenberger (5), Sofia Klobensteiner (3), Ursula Rasthofer (2), Julia Kerscher (2) und Maria Heilmeier.

Mehr Wucht und Disziplin in der Crunchtime

by tophandball

Herren

Handball – Bezirksliga: Taufkirchens Männer gewinnen beim TSV Simbach 2 mit 30:26 Toren

 

von Olaf Heid 

 

Taufkirchen - Die Taufkirchener Handballer haben ihre kleine Ergebniskrise (drei Spiele ohne Sieg) zu den Akten gelegt. Im Auswärtsspiel beim TSV Simbach 2 gelang den Männern von der Vils ein verdienter, wenn auch hart erkämpfter 30:26 (14:12)-Erfolg. Damit überholte man in der Bezirksliga-Tabelle die Hausherren und geht auf Rang sechs in die Weihnachtspause.

Interimscoach Patrick Mühlenbeck, der den erkrankten Trainer Ralf Forster an der Seitenlinie vertrat, sah intensive 60 Minuten, in denen es hin und her ging. Vor allem die Disziplin spielte am Ende eine wichtige Rolle. Denn in der Crunchtime hatten die Taufkirchener ihre Nerven besser im Griff als die Niederbayern, die sich sieben Strafzeiten einhandelten, davon alleine vier in den letzten zehn Minuten. Die Gäste kamen auf drei Zwei-Minuten-Strafen, darunter eine späte.

„Im Großen und Ganzen haben wir nicht so viele Sachen anders gemacht als sonst“, urteilte Kreisspieler Mühlenbeck, der aufgrund eines Bandscheibenvorfalls noch bis mindestens Ende Januar zum Zuschauen gezwungen ist. „Die Unterschiede waren eigentlich nur, dass wir zum einen unseren klassischen Durchhänger auf knapp fünf Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit begrenzt haben.“ Denn da drehte Simbachs Reserve das Spiel zum 16:15 (35.) und 18:17 (39.).

Das zweite Taufkirchener Plus: „Wir haben vorne unsere Chancen wesentlich besser genutzt. Unsere Konter waren alle drin, und auch aus unseren Hundertprozentigen haben wir mehr Tore gemacht als sonst“, lobte Mühlenbeck. Weil auch Torwart Florian Lehner zwei ab dem 23:23 (50.) drei starke Paraden zeigte, zog Taufkirchen davon (26:23/53.) und nutzte die Überzahl mit Glück und Geschick zum 30:26-Endstand aus. Es war ein extra Antrieb für die am Abend folgende Weihnachtsfeier. 

Tore für Taufkirchen: Christoph Huber (11/6), Dion Heydemann (8), Julian Mühlenbeck (6), Andreas Rej (2), Thomas Anhoffer (2) und Tobias Huber.

Taufkirchens Frauen kassierten 21:35-Derbypleite

by tophandball

Damen 

Handball-Bezirksliga: TSV-Frauen wehren sich nach Kräften, doch Altenerding ist eine Nummer zu groß

 
von Bernd Heinzinger 

Taufkirchen – Als David gegen Goliath bezeichnete Trainer Maximilian Josef das Aufeinandertreffen seiner Taufkirchener Handballfrauen gegen die SpVgg Altenerding. Am Ende unterlag der Underdog zwar hoch mit 21:35 (7:18), ganz unzufrieden zeigte sich der Coach aber nicht. Die ersten knapp zehn Minuten gefielen ihm bestens. Der TSV hielt dabei gut mit, während die Altenerdingerinnen noch brauchten, bis sich die Abwehr sortiert hatte. Nach dem 3:4 aus TSV-Sicht übernahmen die Gäste aber das Kommando.

Deren Trainerin Grit Kschischow stellte auf eine 5:1-Defensive mit Johanna Taubmann oder Verena Kaiser vorangestellt. Dazu habe Lena Prem bestens im Zentrum performt, lobte die Gästetrainerin. Nach vorne klappte das schnelle Spiel, insbesondere Prem netzte ein, aber auch Kaiser, Greta Felbinger, Julia Kübelsbeck oder Sophie Lößl trafen für den Favoriten. Bei den Siebenmetern präsentierte sich einmal mehr Greta Felbinger nervenstark.

„Wir haben gegen die SpVgg-Abwehr überhaupt keine Mittel mehr gefunden“, monierte dagegen Josef, der sich bald mit einem 5:15-Rückstand auseinandersetzen musste. Nach dem 7:18 zur Pause hätten sich seine Schützlinge in der zweiten Hälfte zunächst praktisch selbst aufgegeben: „Es hat einige Zeit gebraucht, bis wir unseren Mut wieder gefunden haben.“

Bei Altenerding wirbelte derweil Johanna Bauschmid auf der für sie ungewohnten halbrechten Position. Dort half sie aufgrund des Fehlens von Julia Kranich aus und habe ihre Aufgabe laut Kschischow bestens bewältigt. Die SpVgg-Trainerin zeigte sich aber vom Auftreten aller ihrer Akteurinnen begeistert, ihre Truppe zog bis auf 32:10 davon.

Damit war eine knappe Viertelstunde vor dem Abpfiff natürlich längst die Entscheidung gefallen, die Taufkirchener Spielerinnen wachten aber dennoch aus ihrem Schlaf auf.  Mit der eigenen 5:1 habe man Altenerding zudem vor Probleme gestellt, lobte der Trainer.  Ursula Rasthofer hätte die Aufgabe als vorangestellte Frau stark gemeistert.

Generell präsentierte sich Taufkirchen jetzt auch im Angriffsspiel ausgeglichen, neun unterschiedliche Frauen trafen in den Altenerdinger Kasten. Natürlich reichte es nur noch zu Ergebniskosmetik, Maximilian Josef meinte dennoch: „Phasenweise haben wir gezeigt, dass wir auch gegen Topteams mithalten können.“ Die junge Aufsteigertruppe könne auf diesem Niveau viel dazulernen: „Und das haben sie auch prima gemacht. Vor allem auf die Schlussphase können wir aufbauen.“

Zufrieden zeigte sich auch Kschischow: „Bis auf die letzten zehn Minuten war es eine tolle Leistung. Wir sind auf einem guten Weg, den Wiederaufstieg zu schaffen.“ 

Tore für Taufkirchen: Christine Wolfrum 5, Arbenita Latifi 4, Annemarie Bürger 3/3, Maria Heilmeier 2, Andrea Blattenberger 2, Theresa Bachmaier 2, Ursula Rasthofer, Sofia Klobensteiner und Despina Hatzigrigoriu.

Greta Felbinger (Altenerding, li.) u. Julia Kübelsbeck (re.) gegen Julia Kerscher (Taufkirchen) - mit TW Katharina Künstner

Fahrkarten Richtung Abstiegskampf

by tophandball

Herren

Handball-Bezirksliga: Zu schwacher Angriff: Taufkirchens Männer unterliegen HC Deggendorf mit 21:26 Toren

von Olaf Heid 

Taufkirchen – Nein, es läuft in dieser Bezirksliga-Spielzeit nicht wirklich rund für die Taufkirchener Handballer. Im Vorjahr schnupperten die TSV-Männer als furioser Aufsteiger sogar am Relegationsplatz zur Bezirksoberliga, heuer müssen sie jedoch bedeutend kleinere Brötchen backen. Nach der bitteren 21:26 (9:10)-Heimniederlage gegen den HC Deggendorf sind die Mannen um Coach Ralf Forster endgültig im Abstiegskampf angekommen.

Aus den vier aufeinanderfolgenden Heimspielen, die eigentlich der Angriff nach oben werden sollten, gab es nur einen Sieg beim 33:32 gegen Burghausen II. Auch das 27:27 gegen Rottenburg kaschierte die derzeitige Problemzone des TSV Taufkirchen nicht. Die Torwurfquote ist ausbaufähig. Forster drückte es noch deutlicher aus: „Es ist der wirklich der Wahnsinn, wie viele Chancen wir vergeben. Ich bin verzweifelt“, beklagte er in der Partie gegen Deggendorf zig Hundertprozentige, die seine Mannen ausließen.

Aus einer vermeintlich sicheren 9:6-Führung (24.) wurde bis nach dem Seitenwechsel ein 9:13-Rückstand (34.). Zehn Minuten lang blieb das HCD-Gehäuse wie vernagelt. Bis auf 12:19 (44.) zogen die Gäste davon. Beim TSV war der Wurm drin. „Es ist mir unerklärlich“, sagte Forster kopfschüttelnd. „In der zweiten Halbzeit geht es den Bach runter.“ Ein Aufbäumen des TSV blieb aus.

Tore für Taufkirchen: Dion Heydemann (7/1), Tobias Huber (6), Christoph Huber (4), Julian Mühlenbeck (3) und Andi Rej.

 

Chancenwucher kostet den Sieg

by tophandball

Herren

Handball-Bezirksliga: Taufkirchens Männer „verlieren“ daheim 27:27 gegen Rottenburg

von Olaf Heid 

Taufkirchen – Nach der Schlusssirene war die Enttäuschung in den Gesichtern ablesbar: Taufkirchens Handballer hatten in der Bezirksliga-Partie gegen den TSV Rottenburg den vermeintlichen Sieg noch aus der Hand gegeben. Das Team um Trainer Ralf Forster musste sich nach einer 27:25-Führung knapp drei Minuten vor Abpfiff noch mit einem 27:27 (13:13)-Unentschieden zufriedengeben.

„Das war definitiv ein verlorener Punkt“, bedauerte Kreisläufer Patrick-Mühlenbeck, der noch wegen einer Rückenverletzung zum Zuschauen gezwungen ist und als Co-Trainer fungierte. „Wir sind super gestartet und verlieren eigentlich nur wegen unserer Chancenverwertung.“

Das Kellerduell gegen Schlusslicht Rottenburg war geprägt von vielen Aufs und Abs. Taufkirchen lag 5:1 (8.) in Front, und kassierte beim 6:6 (17.) den Ausgleich. Bis kurz vor der Pause (13:11/29.) lag das Forster-Team in Front, ehe die Führung beständig die Seiten wechselte. Über 13:14 und 17:14 (34.) wurde es ein 17:19 (39.) und 22:21 (49.). „Hätten wir allein die Hälfte unserer freien Würfe nicht über das Tor oder an den Pfosten gesetzt, hätten wir mit sechs, sieben Toren Vorsprung gewonnen. Aber wenn man seine Chancen nicht macht, dann kommt halt am Ende ein Remis heraus“, so Mühlenbeck.

Damit verpassten die Männer von der Vils den erhofften Befreiungsschlag: Sie bleiben unverändert Vorletzter und weiter vor Rottenburg. Am kommenden Samstag im nächsten Heimspiel gegen den HC Deggendorf (Anwurf 17 Uhr, Halle Mittelschule) soll Versäumtes nachgeholt werden.

Tore für Taufkirchens Männer: Julian Mühlenbeck (7), Dion Heydemann (6), Christoph Huber (5/1), Andreas Rej (5), Thomas Anhoffer (2), Martin Kolbinger und Tobias Huber.

 

Nächste Lehrstunde für die jungen Neulinge

by tophandball

Frauen

Handball-Bezirksliga: Taufkirchens Frauenteam kassiert 16:27-Heimpleite gegen Schleißheim 2 und bleibt auf einem Abstiegsplatz

von Olaf Heid

Taufkirchen – So hatten es sich die Handballfrauen des TSV Taufkirchen sicher nicht vorgestellt. Der erhoffte Punktgewinn im Bezirksliga-Heimspiel gegen den Tabellennachbarn TSV Schleißheim 2 war bis zur Pause angesichts eines 9:15-Rückstands schon außer Reichweite. Am Ende setzte es für die Aufsteigerinnen von der Vils eine empfindliche 16:27-Niederlage, die sie weiter auf (Abstiegs-)Rang neun, hält.

Taufkirchens Trainer Maximilian Josef, der diesmal ohne den privat verhinderten Manfred Scholz das Coaching übernahm, nahm kein Blatt vor den Mund: „Wir hatten in einigen Szene vielleicht kein Glück, aber letztlich waren es viel zu viele, einfache kleine Fehler“, bedauerte er. „Die Pässe sind auf kürzeste Distanz nicht angekommen, die Bälle wurden einfach weggeschmissen.“ Es sei darum eine verdiente Niederlage gewesen.

Dabei war der Start ein durchaus verheißungsvoller gewesen. Der TSV Taufkirchen blieb, angetrieben von Anne Bürger und Christine Wolfrum dran, hielt beim 5:5 (12.) durch den Treffer von Sofia Klobensteiner das letzte Mal ein Unentschieden. Doch die Gäste nutzten ihre Chancen, agierten cleverer und zogen ab dem 9:11 (25.) davon.

„Vielleicht war es auch der Umstand, dass einige von uns den kleinen Kader der Gäste gesehen und unterschätzt haben“, sah Josef es auch als Kopfsache an, dass beim jungen Team von der Vils zu wenig ging. Als dieses sich nach der Pause eine zehnminütige „Auszeit“ nahm und den Kopf hängen ließ, behielt Schleißheims BOL-Reserve trotz nur zwei Auswechselspielerinnen den Überblick. Ursula Mengden (7 Tore) und Jennifer Köbrich (10) waren kaum zu stoppen. Taufkirchen drohte beim 12:23 (49.) ein Debakel.

Immerhin, so lobte Josef hinterher: „Danach haben wir wieder Handball gespielt.“ Ergebniskosmetik war den Gastgeberinnen aber nicht vergönnt. „Jetzt müssen wir unsere Tränen wegwischen und schnell wieder nach vorne schauen“, betonte der Taufkirchener Coach. „Man darf nicht vergessen, es ist eine junge Mannschaft, die die in dieser Konstellation das erste Jahr zusammenspielt. Wir müssen weiter fleißig lernen und im Training an unseren Problemfeldern arbeiten, dann geht‘s auch wieder aufwärts.“ Zumal das Tabellenende weiterhin dicht zusammenliegt, der Klassenerhalt weiter möglich ist.

ola

Tore für Taufkirchen: Anne Bürger (8/3), Julia Djurdjevic (2), Christine Wolfrum (2), Arbenita Latifi, Julia Kerscher, Sofia Klobensteiner, Theresa Bachmaier.