Damen
Handball-Bezirksliga: Taufkirchens Frauen unterliegen Favorit Metten mit 23:31, präsentieren sich aber als Einheit
von Olaf Heid
Taufkirchen – Unterm Strich gab es für die Taufkirchener Handballfrauen die erwartete Niederlage. Doch die Stimmung im Lager des TSV war nach dem 23:31 (12:19) in der Halle der Mittelschule gegen den Tabellenzweiten SSG Metten eine ganz andere als gegen Bezirksliga-Primus Altenerding (21:35). Und das lag nicht nur an den unterschiedlichen Resultaten, sondern die Leistung war laut Coach Maximilian Josef eine bessere gewesen.
„Ich bin stolz auf die Damen“, lobte er nach dem zweiten Duell gegen einen Aufstiegsfavoriten binnen einer Woche. „Das Ergebnis mag deutlich ausschauen, aber die Mädels haben gezeigt, was sie können.“ In Abwehr wie Angriff machte er eine Steigerung aus. Es sei ein Teil des manchmal harten Lernprozesses, in dem die junge Truppe stecke, so Josef, der zusammen mit Manfred Scholz die Kommandos an der Seitenlinie gibt.
„Gegen Metten, einen Bezirksoberliga-Absteiger, kann man verlieren, aber wir haben uns wirklich nicht schlecht verkauft.“ Bis zum 6:8 (11.) durch Maria Heilmeier blieben die Liganeulinge von der Vils dicht dran, und mussten erst kurz vor der Pause abreißen lassen.
Doch nach Seitenwechsel kam angesichts des Sieben-Tore-Rückstands kein Einbruch, wie so einige Male in dieser Spielzeit. Angetrieben von den Paraden von Sabrina Josef, die im Kasten etliche Hundertprozentige entschärfte, kam Abstiegskandidat Taufkirchen mehrfach um zwei Tore näher. „Sie hat uns in vielen Situationen gerettet“, lobte Maxi Josef, zugleich ihr Bruder. Auch Maria Heilmeier überzeugte, weil sie „ihre Chance genutzt hat und sich viel getraut hat. Das ist wichtig“, lobte der TSV-Coach, der nur die Torausbeute kritisieren musste, die ein besseres Resultat am Ende verhinderte. „Wir haben zu viele Möglichkeiten über Außen liegen gelassen.“
Maxi Josefs Fazit: „Das war unterm Strich eine Superleistung, bedeutend besser als gegen Altenerding“, hob er den Pluspunkt hervor. „Wir haben als Mannschaft agiert. Das hat mir bewiesen, wir können in der Bezirksliga durchaus mithalten und haben das Potenzial, den Klassenerhalt zu schaffen.“ Es mache Hoffnung für die Spiele im neuen Jahr. Gleich am 10. Januar kommt es in Taufkirchen zum wichtigen Duell gegen Schlusslicht Gaimersheim. „Wir werden durchtrainieren, um im Fluss zu bleiben“, kündigte TSV-Trainer Maxi Josef Übungseinheiten für 23. und 30. Dezember an. ola
Tore für Taufkirchen: Anne Bürger (10/9), Andrea Blattenberger (5), Sofia Klobensteiner (3), Ursula Rasthofer (2), Julia Kerscher (2) und Maria Heilmeier.