Taufkirchen – Trotz der bedrohlichen Lage: Taufkirchens Handballfrauen glauben natürlich noch an den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Die Aufsteigerinnen liegen nach fünf Spielen ohne jedweden Zähler am Tabellenende der Zehner-Gruppe. Das Trainerduo Kati Gössl und Rosi Storck weiß vor dem Duell gegen den TSV Mainburg (Samstag, 19 Uhr, Halle Realschule) um die prekäre Situation, doch es sieht eine positive Entwicklung in der verjüngten Mannschaft.
Die bittere 18:19-Pleite in Moosburg bewies, so komisch es sich anhört, den Trend. Nimmt man die schwachen ersten 20 Minuten weg, hätte der TSV einen 15:10-Erfolg gelandet. „Wir waren nahe dran, haben gesehen, dass wir in der Bezirksliga durchaus gewinnen können“, erklärt Storck, die aber auch weiß, dass nur Erfolgserlebnisse die Aussichten für das Schlusslicht verbessern. Dafür nötig ist auch eine gewisse Konstanz in der eigenen Spielweise, die nicht zu spät beginnt oder zu früh endet.
„Die Hinrunde schauen wir uns an, in der Rückrunde holen wir dann die nötigen Punkte“, beweist Storck vor dem Spiel gegen Mainburg Galgenhumor. Ausgerechnet gegen das Spitzenteam hat sich der Kader weiter ausgedünnt. Laura Strauss (privat verhindert) und Julia Kerscher (verletzt) fehlen.
Weiter das Gegenstück bilden an der Vils die Männer, die als verlustpunktfreier Zweitplatzierter um 17.15 Uhr den Dritten SV Gendorf Burgkirchen zum Spitzenspiel der Bezirksklasse Ost empfangen. „Wir werden alles geben“, freut sich TSV-Trainer Maximilian Josef auf die Partie, zu der er in Bestbesetzung antreten kann.
Ihren ersten Saisonsieg hat die männliche B-Jugend der Taufkirchener Handballer in der Bezirksliga gelandet. Beim TuS Pfarrkirchen setzten sich die Schützlinge von Kati Gössl (in Vertretung der verhinderten Trainer Philipp Friedrich und Martin Kolbinger) mit 21:17 (9:10) Toren durch. „Das haben sie echt gut gemacht“, lobte die Trainerin. Ohne Auswechselspieler angetreten, drehte der TSV-Nachwuchs nach der Pause richtig auf und drehte das Spiel um, weil man den besten Schützen der Gastgeber im Griff hatte. Torhüter Christian Stölkler war der große Rückhalt und hielt den Erfolg fest.
Tore für Taufkirchen: Lars Gössl 11/3, Justin Danske 3, Moritz Sladek 3, Georg Sellmair 3 und Felix Fanger 1. ola
Altötting/Taufkirchen – Für die Männer von der Vils läuft es in der Handball-Bezirksklasse Ost weiter rund. Auch im fünften Spiel gab sich der TSV Taufkirchen keine Blöße und setzte sich bei Schlusslicht TV Altötting 2 pflichtgemäß mit 28:19 (8:14) Toren durch.
„Das Ergebnis schaut besser aus, als das Spiel war. Das war ein richtiger Arbeitssieg“, urteilte TSV-Coach Maximilian Josef nach der Schlusssirene. „Wir mussten alles geben, Altötting hat gut dagegen gehalten und mitgespielt.“ Doch bereits nach einem Schnellstart der Taufkirchener und einer 5:0-Führung nach vier Minuten war die Richtung vorgegeben. Bis auf 8:1 (12.) zog der TSV davon, ehe die Gastgeber besser ins Spiel kamen und das Duell fortan ausgeglichener gestalteten, weil die Josef-Mannen nicht mehr so konsequent agierten.
Aber dichter als vier Tore (8:12/27.) durfte die Altöttinger Reserve an diesem Tag nicht herankommen. Angetrieben von einem überragenden Dion Heydemann, dem alleine 15 Treffer gelangen, legten die Vilstaler einen 5:0-Lauf hin (17:8/40.) – und diesen Vorsprung brachten sie auch über die Zeit. „Das war eine tolle Mannschaftsleistung“, lobte der TSV-Trainer. „Die Jungs haben sich immer wieder selber gepuscht“ und damit nicht nachgelassen.
Durch das souveräne 28:19 verteidigten Taufkirchens Handballer Rang zwei. Nächsten Samstag wartet dann aber laut Josef die „nächste Zerreißprobe“, die erste richtige Bewährungsprobe, gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen Tabellendritten SVG Burgkirchen.
Tore für Taufkirchen: Dion Heydemann 15, Pascal Demny 4, Thomas Anhoffer 3/1, Christoph Huber 2, Patrick Mühlenbeck, Philipp Friedrich, Julian Mühlenbeck und Maximilian Josef 1/1.
Aufsteiger TSV Taufkirchen verpasst möglichen ersten Saisonsieg – 18:19 in Moosburg
VON OLAF HEID
Moosburg/Taufkirchen – Sie hatten den ersten Saisonsieg bereits dicht vor Augen. Nach 47 Minuten führten Taufkirchens Handballfrauen mit 16:15 Toren. Aber nach dem Kellerduell bei der SG Moosburg blieb für sie unterm Strich nur die fünfte Nullnummer übrig. Die Aufsteigerinnen um das Trainerduo Kati Gössl/Rosi Storck unterlagen bitter mit 18:19 (7:10) Toren.
„Wir sind aber nicht am Boden zerstört“, betonte Storck. „Wir wissen ja, woran es gehapert hat, und nun auch, dass wir ein Spiel in der Bezirksliga gewinnen können.“ Das Problem war aus ihrer Sicht nicht die umkämpfte Schlussphase. „Wir haben die ersten 20 Minuten verschlafen und uns einen Sechs-Tore-Rückstand eingehandelt. Das war entscheidend.“
Denn erst nach dem 3:9 (20.) fand Taufkirchens Team ins Spiel und kämpfte fortan um jeden Ball. Torhüterin Sabrina Josef lief zur Hochform auf, in Minute 37 gelang durch Johanna Christofori der erstmalige Ausgleich (10:10). Auch als die SG zurückschlug und erneut davonzog (15:11/42.), war Taufkirchen noch nicht geschlagen und bewies viel Moral.
Die Moosburger Gastgeberinnen hatten aber in einer umkämpften Schlussphase das Quäntchen mehr Glück auf ihrer Seite. Die Gäste verpassten eine mögliche Zwei-Tore-Führung. Die bärenstarke Petra Saler hatte zuvor mit ihren drei Treffern – zusammen mit Andrea Blattenberger und Christofori – ein 16:15 herausgeholt. Sie traf im nächsten Angriff nur den Pfosten – im Gegenzug glich die SG aus. „Wir haben einfach blöde Tore gekriegt und a bisserl Pech gehabt“, bedauerte Storck. Danach schwammen Taufkirchen die Felle davon (16:18/53., 17:19/58.). Mehr als die Anschlusstore von Julia Voichtleitner und Saler waren dem TSV nicht mehr gestattet.
Tore für Taufkirchen: Petra Saler 5, Laura Strauss 5/3, Johanna Christofori 4/2, Andrea Blattenberger 2, Anna Patermann und Julia Voichtleitner.
Taufkirchens Frauen wollen in Moosburg erstmals jubeln - Männer in Altötting ihre Weiße Weste wahren
VON OLAF HEID
Taufkirchen – Mehr Kellerduell geht nicht. Taufkirchens Handballfrauen reisen an diesem Samstag, 2. November (17.30 Uhr, Sporthalle Hauptschule), als Bezirksliga-Schlusslicht zum Vorletzten SG Moosburg. Für die Aufsteigerinnen von der Vils ist es die Gelegenheit, mit dem ersten Saisonsieg gleich die rote Laterne los zu werden.
Die noch sieg- und punktlose TSV-Mannschaft um das Trainerduo Kati Gössl/Rosi Storck reist zuversichtlich in den Nachbarlandkreis. Zum einen haben auch die Moosburger Gastgeberinnen trotz eines Sieges (23:21 gegen Aufsteiger Freising 2) bislang ebenso wenig überzeugt und eine ähnlich negative Torbilanz (-30) wie die Taufkirchener Liga-Neulinge (-37) aufzuweisen. Zum anderen hat sich die personelle Situation gegenüber der Vorwoche etwas gebessert.
Mit Johanna Christofori und Lena Mayerhofer kehren zwei Stützen sicher in den Kader zurück. Hinterm Einsatz von Julia Kerscher (Schulterverletzung) steht noch ein Fagezeichen. Fehlen werden neben den Langzeitausfällen Tanja Schweiger und Susi Aigner aber noch Julia Djurdjevic (Familienfeier) und Anne Bürger (angeschlagen). Moral und Kampfgeist seien trotz aller bisherigen negativen Resultate absolut intakt, betont Trainerin Gössl. Auch spielerisch habe sich ihre Truppe zuletzt gesteigert. „Wenn der Einsatz so wie im letzten Spiel ist, plus mehr Tordrang, dann sollte was drin sein.“
Während die Taufkirchener Frauen den ersten Zählern der Saison hinterherjagen, sind die Männer in der umgekehrten Lage. Die Formation von Coach Maximilian Josef rangiert in der Bezirksklasse Ost ohne Makel auf Rang zwei und will ihre Zu-Null-Bilanz auch nach dem Auftritt beim TV Altötting 2 (Samstag, 16 Uhr) noch vorweisen können. Das sollte kein Problem sein, wenn die TSV-ler Normalform aufs Parkett bringen: Die Gastgeber sind ohne Punkte Letzter.
Doch Vorsicht: Die letzten Aufeinandertreffen gab es vor vier Jahren, beide waren torreich und endeten nur knapp (25:23, 30:26) für Taufkirchen, das bei der Bezirksoberliga-Reserve des TVA fast in Bestbesetzung auflaufen kann. Nur Andreas Rej muss aufgrund einer Sprunggelenkverletzung passen. "Das ist schmerzlich, aber ansonsten sind alle fit und gesund. Ich bin zuversichtlich", so Josef, der am Feiertag im Training noch einmal für "Feintuning" im Umschaltspiel sorgte. ola
Taufkirchens Frauen hängen weiter am Tabellenende fest
VON OLAF HEID
Taufkirchen – Sie kleben weiter am Tabellenende: Taufkirchens Handballfrauen haben auch ihr viertes Bezirksliga-Spiel verloren. Die Aufsteigerinnen zogen gegen die HSG Straubing deutlich mit 15:23 (7:11) Toren.
Zu deutlich, wie Trainerin Kati Gössl betont. „Auch wenn das das Ergebnis nicht so aussieht, darauf kann man aufbauen. Unsere Abwehr war wieder gut. Wir haben die gefährlichste Straubingerin bis auf die Endphase gut im Griff gehabt.“ Woran es beim TSV Taufkirchen hakt, ist die Offensive. Ab dem 7:8 (20.) gelang 20 Minuten kein eigener Treffer. Zu viel, um gegen die routinierte HSG, den Tabellenzweiten, das Ruder noch herumzureißen. Ursula Rasthofer verkürzte auf 8:16), der Rest war das vergebliche Bemühen um ein besseres Resultat.
„Unsere Moral war trotzdem gut, die Mädels haben nicht aufgegeben“, lobt Gössl ihre Mannschaft. Zudem hätten sich beide Torhüterinnen, Andrea Wegmann und Sabrina Josef, gesteigert und nicht nur durch sechs parierte Strafwürfe für Auftrieb gesorgt. Allerdings ließ die personell verschlimmerte Situation (unter anderem Julia Kerscher verletzt, Johanna Christofori Studienfahrt, Lena Mayerhofer beruflich verhindert) keine großen Sprünge zu. Beim Kellerduell in Moosburg soll nun der Knoten am kommenden Samstag platzen.
Tore für Taufkirchen: Andrea Blattenberger 4, Laura Strauss 4/3, Petra Saler 3, Anna Patermann 2, Ursula Rasthofer und Julia Djurdjevic.
Taufkirchen - Für die Männer von der Vils hält der Erfolgslauf in der Bezirksklasse Ost weiter an. Gegen die HSG Straubing landete die TSV-Truppe um Coach Maximilian Josef mit 32:17 (17:6) ihren vierten Saisonsieg. Die weiter ungeschlagenen Taufkirchener nutzten die Steilvorlage durch den nachträglichen gewonnen Pluspunkt aus der Partie gegen die SG Dingolfing/Landau und verbesserten sich auf Rang zwei.
In einem temporeichen Duell ließen die Vilstaler die Gäste nur bis zum 5:4 (10.) noch Anschluss halten, dann zogen die Gastgeber in der Realschulhalle durch einen 9:1-Lauf bereits entscheidend auf 14:5 (21.) davon. Ausgerechnet in dieser Phase musste Taufkirchen seinen einzigen Wermutstropfen an diesem Tag schlucken: Aktivposten Andreas Rej knickte mit dem Sprunggelenk um und musste fortan mit dickem Knöchel (Verdacht auf Außenbandriss) von der Seite aus zuschauen, wie seine Mitspieler nichts mehr anbrennen ließen.
Dem TSV-Kreisläufer droht nun ein längerer Ausfall. Darum urteilte Coach Josef auch: „Das war ein Sieg mit bitterem Beigeschmack.“ Unterm Strich sah er aber eine „hervorragende Mannschaftsleistung“. Die Abwehr verdiente sich Bestnoten, allen voran die beiden Torhüter Florian Lehner und Gottfried Speer, die beide ihre Einsatzzeiten erhielten und „einiges pariert haben“. Nur einen winzigen Kritikpunkt fand Josef: „Unser Manko, vor allem in der zweiten Hälfte, war die Chancenverwertung. Da waren einige Leichtsinnssachen dabei.“
Tore für Taufkirchen: Dion Heydemann 7, Thomas Anhoffer 6, Andreas Rej 4, Pascal Demny 4, Tobias Huber 4/4, Patrick Mühlenbeck 3, Christoph Huber 2, Johannes Wiesner, Philipp Friedrich.
Taufkirchen – Würde es die Auszeichnung „Pechvogel des Jahres“ bei den Taufkirchener Handballern geben, Christina Baumgartner hätte beste Aussichten diese zu erhalten. Die 37-Jährige wollte sich nur in den Dienst ihrer Bezirksliga-Mannschaft stellen und bezahlte den Einsatz mit einem Achillessehnenriss.
„Also mir ist es zwar schon mal besser gegangen, aber das wird schon wieder. Unkraut vergeht nicht“, sagt Baumgartner nach erfolgreich überstandener Operation. Eigentlich hatte die dreifache Mutter ihre Handballschuhe im Frühjahr nach dem Bezirksliga-Aufstieg an den Nagel gehängt. Seit der Jugend spielte sie mit kleineren Unterbrechungen in der TSV-Abteilung begeistert mit. Doch zuletzt häuften sich die Verletzungen, im Vorjahr fiel sie lange mit einem Handbruch aus. Weil auch die privaten Termine und beruflichen Verpflichtungen für die Taufkirchener Geschäftsfrau zunahmen, ging die 37-Jährige in die Rolle der Beobachterin über. Vor zwei Wochen beim Heimderby gegen die SpVgg Altenerding weilte Baumgartner mit ihrem Mädel-Trio auf der Tribüne – und wurde wieder vom Handballfieber gepackt.
Die personellen Ausfälle in ihrer Ex-Mannschaft waren der Auslöser, warum sie die Schuhe wieder vom Nagel holte. „Ich wollte ja nur helfen. Sie haben mich so lieb aufgenommen. Aber dass es dann so kommt...“ Sie muss lachen. Einmal war sie im Training, danach folgte gleich das Spiel beim ASV Dachau 3. Nach ein paar Minuten Einsatzzeit hörte die Vollbluthandballerin bei einem langen Schritt ein Schnalzen. „Da war mir schon klar, das ist heftig“, erzählt Baumgartner. Sie hoffte auf eine Zerrung. Die Diagnose Achillessehnenriss machte ihr aber klar: „Das war’s, endgültig Ende der Karriere.“
Quelle: Erdinger / Dorfener Anzeiger, H. Weingartner
Taufkirchens Frauenmannschaft empfängt am Samstag die HSG Straubing
Für das TSV-Trainerduo Kati Gössl/Rosi Storck ist der nächste Ausfall im eh schon dünnen Kader bitter. „Sie hat uns mit ihrer leidenschaftlichen, kämpferischen Art und ihrer Routine gut getan.“ Den Kopf werden Taufkirchens Handballerinnen aber trotz der prekären personellen und sportlich tristen Situation noch lange nicht in den Sand stecken, wie Gössl betont. In Dachau bei der 20:31-Pleite habe man „wieder etwas dazugelernt“. Im Gegensatz zur Bezirksklasse „spielt hier jeder Gegner anders, vor allem direkter und mit weniger Fehlern“. In den ersten drei Partien war von defensiver und offensiver Abwehrausrichtung bis hin zu extremen Konterspiel alles dabeigewesen. „Wir müssen einfach lernen, konsequenter zu sein und am Ball zu bleiben“, betont Gössl. Das Positive: „Bis Ende November haben wir jetzt an jedem Wochenende ein Spiel und Gelegenheit, unseren Rhythmus zu finden.“
Christina Baumgartner kann da nicht mehr mithelfen. Nach der Operation wird sie am Samstag im Taufkirchener Heimspiel gegen die HSG Straubing (17.15 Uhr, Realschulturnhalle) mit Krücken von der Tribüne aus das Geschehen verfolgen. „Jetzt werde ich halt nur noch lautstark anfeuern“, sagt der Pechvogel. Schon am kommenden Dienstag gehört die 37-Jährige aber wieder fest zu ihrem Team, wenn dieses bei einem Festakt im Bürgersaal von der Vils-Gemeinde für den Bezirksliga-Aufstieg geehrt wird.
Taufkirchen - Am ersten großen Heimspieltag der Taufkirchener Handballer empfangen die Bezirksklasse-Männer des TSV um 19 Uhr (Realschulturnhalle) die HSG Straubing. „Wir müssen wieder eine Schippe drauflegen gegenüber Zwiesel“, fordert Coach Maxi Josef. Die Vilstaler wollen in Bestbesetzung ihre nun wieder lupenreine Weste weiter fleckenfrei halten – denn unter der Woche wurde das 31:31-Remis zu Saisonstart bei der SG Dingolfing von der BHV-Spielleitung (Grund: Einsatz eines nicht-spielberechtigen Akteurs) in einen Sieg umgewandelt.
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