Kategorie: Aktuelles

Spielberichte Jugend – 09.10.2021

by Tobias Huber
VON OLAF HEID

Knappe Niederlage der C-Mädchen

Die weibliche C-Jugend der Taufkirchener Handballer hat im Bezirksliga-Duell beim SVW Burghausen nur knapp einen Punktgewinn verpasst. Nach starker, kämpferischer Leistung unterlagen die TSV-Mädchen mit 18:20 (8:12) Toren. 

TSV-Tore: Freya Wegmann (9), Mia Fischer (4), Sarah Aigner (3), Bernadette Lohner, Theresa Bachmaier.


Erster Saisonsieg

Das Lachen bekamen die D-Junioren des TSV Taufkirchen gar nicht mehr aus ihren Gesichtern. Der Handballnachwuchs von der Vils feierte im Bezirksklasse-Heimspiel gegen die SG Moosburg seinen ersten Saisonsieg. Mit 22:10 (13:3) Toren setzten sich die nur zu siebt angetretenen Schützlinge des Trainerduos Julio Djurdjevic und Michael Seil souverän durch. Bereits nach 18 Minuten hieß es 11:1. Mit Leopold Prediger und Mauel Seil hatte der TSV zwei überragende Torschützen in seinen Reihen.

TSV-Tore: Manuel Seil (12), Leopold Prediger (9) und Nino Djurdjevic.

Frauen-Derby ohne Sieger

by Tobias Huber

Spielbericht Damen vom 09.10.2021

VON OLAF HEID

Taufkirchen und Wartenberg trennen sich 21:21

Taufkirchen – Das Schöne an dem Handball-Derby war für beide Seiten eines: Es fand vor vielen Zuschauern in der Taufkirchener Realschulhalle statt und bot ein durchaus spannendes Bezirksliga-Duell, mit dessen Ausgang beide Seiten gut leben konnten. Die Frauen des TSV Taufkirchen trennten sich vom TSV Wartenberg mit einem 21:21 (10:12)-Unentschieden.

„Das hat Spaß gemacht, ein super Spiel“, urteilte Taufkirchens Trainerin Kati Gössl, die ein Duell auf Augenhöhe gesehen hatte. Sie freute sich über ihre topmotivierte Mannschaft, die nie aufgegeben hat. Denn die Anfangsphase hatten die Gäste von der Strogen bestimmt. Angeführt von Lisa Haußer und der überragenden Spielmacherin Julia Pfosser setzte sich Wartenberg bis auf 9:5 (18.) ab. Dann nahm Taufkirchen Pfosser in kurze Deckung und es wurde eine offene Partie. „Wir haben uns über die sehr gute Abwehrarbeit immer wieder herangekämpft“, lobte Gössl. Tanja Schweiger verkürzte auf 8:9 (24.) – zur Pause betrug der Rückstand wieder zwei Tore.

Das Zusammenspiel mit den Neuzugängen „wird immer besser, kann aber noch verbessert werden“, meinte die Taufkirchener Übungsleiterin. Vor allem Sophia Pregler, die einst in der Jugend hochklassig auf Bayernebene für den TSV Ebersberg unterwegs war, war damit gemeint. Diese war nicht nur durch ihre neun Treffer immer ein Gefahrenherd für Wartenbergs Deckung, sondern eine Impulsgeberin. „Sie war für den Gegner aus dem Rückraum schwer zu verteidigen und hat schöne Tore gemacht“, sagte Gössl. Aber auch Petra Saler und Julia Voichtleitner erledigten ihre neuen Aufgaben am Kreis, weil man kurzfristig auf Stammspielerin Andrea Blattenberger verzichten musste, „sehr gut“. Und den verletzungsbedingten Ausfall von Außen Susi Aigner steckte Taufkirchen ebenfalls weg. Pregler gelang nach Seitenwechsel beim 14:14 (38.) der erstmalige Ausgleich.

Das Spiel wurde um einiges emotionaler, wie es Wartenbergs Trainer Andreas Adelsberger ausdrückte: „Wir mussten uns anschließend wieder richtig reinkämpfen, das taten wir dann ziemlich gut.“ Pfosser brachte die Gäste 18:16 (44.) in Front, ehe diese an der Taufkirchener Deckung mehrfach abprallten und sich leichte Fehler erlaubten. Die Gastgeberinnen drehten prompt den Spieß um und zogen durch einen verwandelten Strafwurf von Anne Bürger in Front (19:18/50.). Danach ging es hin und her. Taufkirchen führte ab der 54. Minute mit 21:20.

Adelsbergers Auszeit 23 Sekunden vor Schluss fruchtete: Der finale Pass von Laura Haindl kam an, ihre Schwester Lena traf neun Sekunden vor der Sirene zum verdienten 21:21-Endstand. Der Coach lobte die „tolle Mannschaftsleistung“ und fügte an: „Wir hätten auch zwei Punkte holen können, aber wir sind zufrieden.“

Tore Taufkirchen: Sophia Pregler (9), Anne Bürger (3/3), Tanja Schweiger (2), Petra Saler (2), Julia Voichtleitner (2), Julia Kerscher, Laura Strauss, Despina Hatzigrigoriu.

Zählbares vom Inn

by Tobias Huber

Spielbericht Herren vom 09.10.2021

VON OLAF HEID

Taufkirchens Männern gelingt in Simbach der erste Saisonsieg

Taufkirchen – Für einen aus der Taufkirchener Mannschaft war das Duell beim TSV Simbach 2 eine besondere Partie: Pascal Demny stammt aus der Stadt im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn, hat dort das Handballspielen gelernt. Beim Wiedersehen mit dem Ex-Verein kannte der Routinier auf der rechten Außenposition aber kein Mitleid. Demny war eine der Stützen der Vilstaler, auch mit seinen fünf Toren sorgte er dafür, dass sich der TSV Taufkirchen mit 25:22 Toren (13:10) die ersten Bezirksliga-Punkte sicherte.

Thomas Anhoffer und eben Demny hatten für eine 2:0-Führung (4.) gesorgt, die das Team des neuen Cheftrainers Andreas Haberzettl kampfstark lange Zeit verteidigte. Nicht nur der Ex-Simbacher überzeugte auf Außen, auch Philipp Friedrich war links an vielen gefährlichen Aktionen beteiligt und netzte vier Mal ein.

Es sei erneut ein starker Beginn gewesen, lobte der Coach: „Aber das schnelle Spiel forderte die Spieler konditionell.“ Denn in der Schlussphase schwanden die Kräfte, Simbachs Reserve glich zum 19:19 (53.) aus. Aber angetrieben von den Paraden von Torwart Florian Lehner (Haberzettl: „Er hat unfassbar gut gehalten“), wurde es noch ein 25:22.
Haberzettl war mit der Leistung der Mannschaft „sehr zufrieden“ und froh, dass es ohne große Blessuren abging. Der Erfolg stärke das Selbstvertrauen, „wenngleich es noch ein steiniger Weg in dieser starken Liga sein wird“. Die beiden Zähler, die man aus Demnys ehemaligem Wohnort mitnehmen konnte, hakte er dem entsprechend auch sofort wieder als erledigt ab und blickte auf kommenden Sonntag voraus. Da wartet daheim mit der SpVgg Altenerding 2 der nächste harte Brocken auf die Taufkirchener. 

TSV-Tore: Dion Heydemann (7), Pascal Demny (5), Thomas Anhoffer (5/3), Philipp Friedrich (4), Andreas Rej (2), Maximilian Josef (1), Christoph Huber (1).

Lange Pause und das Hallenproblem

by Tobias Huber

TSV Taufkirchen: Neuer Trainer und wenig Spielpraxis

VON OLAF HEID (erschienen im Erdinger/Dorfener Anzeiger vom 01.10.2021)

Taufkirchen – Mit einem Jahr coronabedingter Verzögerung starten an diesem Wochenende die Erwachsenenmannschaften der Taufkirchener Handballer in die Bezirksliga-Saison. Für Frauen und Männer war im vergangenen Herbst nach nur einem Spiel, dem Derby in Altenerding, schon wieder Schluss. Umso größer ist die Freude nun im TSV-Lager auf die neue Runde.

Sie geht an der Vils mit Veränderungen einher. Bei den Männern hat sich beispielsweise an der Trainerposition zehn Tage vor dem Auftakt am morgigen Samstag (17 Uhr) daheim gegen den TV Passau etwas getan. Überraschend hat sich Aufstiegstrainer Maxi Josef aus persönlichen Gründen zurückgezogen. Seinen Posten teilt sich nun ein Trio ehemaliger TSV-Recken. Neuer Coach ist Andreas Haberzettl, der einst schon als Jugendtrainer an der Vils tätig war. Unterstützt wird er von Matthias Hils und Reinhard Gössl, die als technische Trainer fungieren. Noch muss sich die Zusammenarbeit einspielen, doch Haberzettl ist zuversichtlich, das Ziel durch den guten Zusammenhalt und die individuellen Stärken im Team den Klassenerhalt zu schaffen. Das Gute: Das neue Gespann kann weiterhin auf einen unveränderten und ehrgeizigen Kader bauen.

Bei den Frauen hat sich an der Trainerposition nichts geändert: Mit Kati Gössl und Rosi Storck leitet weiter ein Duo die Geschicke der Truppe. Jedoch hat deren Kader binnen eines Jahres eine Auffrischung erhalten. Zwar stehen Johanna Christofori und Anna Patermann in dieser Saison nicht zur Verfügung, dafür gibt es Neuzugänge, wie die Schwestern Sophia und Theresa Pregler, die ehemals beim TSV Ebersberg Forst United hochklassig in der Jugend spielten. Letztere ist noch verletzt. Julia Kousses, Eva Kainz und Sarah Rheinbay sind an der Vils Ein- und Wiedereinsteiger, dazu ist Paula Patermann zurückgekehrt zur Mannschaft.

„Es ist eine motivierte, gute und lustige Truppe, die im Training viel Spaß macht“, freut sich Gössl über viel Zug innerhalb der Gruppe. Im Juli wurde mit Laufeinheiten die Vorbereitung gestartet, seit August läuft das Hallentraining – aber anders als gewohnt ab: Weniger mit Corona, mehr mit einem Neubau hat hingegen die eingeschränkte Situation für die gesamte TSV-Sparte zu tun. Durch den Abriss der Mittelschulhalle mussten sich die Mannschaften im Training etwas einschränken. Dienstags teilen sich beispielsweise die Frauen und Männer die Realschulturnhalle mit den Männern.

„So eine lange Pause ohne Hallentraining und Spiele merkt man noch“, kann die Trainerin nicht wirklich einschätzen, wie der Leistungsstand ist und wohin die Reise gehen könnte. Die Vergleiche mit Gegnern fehlten. Der Klassenerhalt ist aber natürlich das ausgerufene Ziel vor dem Start am Sonntag (17 Uhr) beim SC Kirchdorf. „Wir hoffen auf eine verletzungsfreie Saison und sind gespannt auf die anderen Mannschaften.“ Letztlich zählt aber nach all der Corona-Malaise nur eines, so Gössl: „Wir freuen uns einfach nur wieder zu spielen.“     

Saisonstart 2021/22

by Tobias Huber

Endlich geht's wieder los!

Dieses Wochenende starten unsere Mannschaften in die neue Saison. Los geht es am Samstag mit den Herren in der heimischen Realschulhalle. Und am Sonntag sind dann unsere Damen in Kirchdorf und die männliche D-Jugend in Wartenberg gefordert.

Hier die Spiele im Überblick:

Samstag, 02.10.

17:00 Uhr Herren vs. TV Passau

Sonntag, 03.10.

13:00 Uhr TSV Wartenberg vs. männliche D-Jugend

17:00 Uhr SC Kirchdorf vs. Damen

Wichtig für Besucher unserer Heimspiele:
Bitte haltet euch an die Richtlinien für Zuschauer sowie unser Hygienekonzept "Spielbetrieb Handball"

Die zweite Chance in der Bezirksliga

by Tobias Huber

Taufkirchens Männer kehren hochmotiviert zurück, Frauen mit Veränderungen

VON OLAF HEID
Taufkirchen – Mit Freude sehen die Taufkirchener Handballer dem Saisonstart am kommenden Wochenende im Bezirk Altbayern entgegen. Erstmals in der Abteilungsgeschichte des TSV treten Männer und Frauen gleichzeitig in der Bezirksliga an, beide Mannschaften legen pikanterweise gleich mit einem Landkreis-Derby am Samstag (14/20.30 Uhr) bei der SpVgg Altenerding los. Besonders die Männer von der Vils scharren als Aufsteiger schon ungeduldig mit den Hufen. Genau nach 20 Jahren schafften sie im Frühjahr als Bezirksklasse-Meister die Rückkehr in die Bezirksliga. Die Vorfreude auf die Saison sei – trotz Corona und all seinen Folgen – riesengroß, betont Spielertrainer Maximilian Josef. „Wir sind sehr gespannt.“ Über das ausgegebene Ziel gibt es für ihn keine zwei Meinungen: „Für uns zählt nur der Klassenerhalt.“ Das gelang ihren Vorgängern damals nicht. „Wir wollen mitspielen und den einen oder anderen der großen, etablierten Vereine ärgern“, so Josef. Doch letztlich hänge der Erfolg von vielen Komponenten ab, betont der Trainer. Eine Stärke ist sicherlich der exzellente Zusammenhalt im Taufkirchener Team. Die Vorbereitung sei gut gelaufen, meint darum auch Josef, der einem unveränderten und großen Kader das Vertrauen schenken kann. „Wir haben keine Neuzugänge und keine Abgänge gehabt.“ Und nachdem sich die A-Jugend der Vilstaler kurz vor dem Saisonstart mangels Spielern aufgelöst hat, könnten durchaus einige Junioren als Verstärkung in den erweiterten Kader rutschen. Beispielsweise Lars Gössl ist für den Rückraum schon eine Option. Ein Knackpunkt ist aus Josefs Sicht allerdings die Dauer der Runde: „Die Saison ist megalang. Das letzte Spiel findet erst am 18. April statt. Das wird schon eine Hausnummer werden“, weiß der Trainer. „Wir müssen sehen, was alles passiert.“ Ab diesem Wochenende wird bis zur Weihnachtspause durchgespielt, danach sorgen nur die Schulferien für kurze Unterbrechung. Aber letztlich „sehe ich das nicht so schlimm“, sagt Josef. Denn bei ihm und seinen Mannen ist die Vorfreude auf das zweite Jahr einer Taufkirchener Männermannschaft in der Bezirksliga riesig. Die TSV-Frauen dürfen hingegen schon ein drittes Jahr in dieser Klasse antreten, heuer das zweite Mal in Folge. Der Saisonabbruch im Frühjahr bescherte der Formation um das Trainerduo Kati Gössl/Rosi Storck noch den unerwarteten Klassenerhalt – rein rechnerisch war man schon abgestiegen. Die Erwartungen werden auch niedrig gehalten. Klar, der Nichtabstieg wäre ein großer Erfolg, weiß Gössl, doch: „Wir haben keine Erwartungen, wenn man sieht, wie plötzlich es im März ging und Corona die Saison beendet hat. Wir freuen uns auf jedes Spiel und eine zweite Chance in der Bezirksliga.“ Nicht mehr an Bord sind allerdings Johanna Christofori und Ursula Rasthofer, die aus privaten Gründen eine Pause einlegen, sowie Anna Patermann (Studium). Susi Aigner fällt wegen einer Fuß-OP noch länger aus. Zurück im Team sind allerdings Spielmacherin Tanja Schweiger und Despina Hatzigrigoriu nach ihren Auslandsaufenthalten. Torjägerin Anne Bürger hat nach ihrer Babypause auch schon wieder fleißig das Training aufgenommen. Die Vorbereitung verlief „normal, eher ein bisschen schwierig, da wir erst spät in die Halle konnten“, so Gössl. Zuletzt in einem Testspiel gegen Moosburg war die Leistung schon zufrieden stellend. „Wir haben aber auch gesehen, an was wir noch arbeiten müssen“, sagt die Trainerin. „Die Mädels sind auf alle Fälle motiviert und freuen sich auf Samstag.“

Daheim ohne Fans

Die Handballsparte des TSV Taufkirchen geht heuer mit sechs Mannschaften in die Saison. Neben dem Team der Frauen und Männer schickt man noch eine weibliche B- und C-Jugend aufs Feld, dazu messen sich noch eine Formation der D-Junioren und eine weibliche E-Jugend mit der Konkurrenz im Spielbetrieb des Bezirks Altbayern. Die männliche A musste kurzfristig abgemeldet werden. Für die Verantwortlichen von der Vils um Gerhard Mühlenbeck ist es heuer organisatorisch alles andere als einfach: „Diese Saison ist unter den gegebenen Voraussetzungen keine einfache Saison“, betont der Handballchef. Denn die Corona-Bedingungen verlangen ihren Preis. Trainer und Abteilungsleitung haben sich in einer außerordentlichen Sitzung Gedanken gemacht, „wie wir die Spielzeit bestmöglich für alle gestalten können“. Herausgekommen ist dabei ein eigenes, ausführliches „Hygienekonzept Spielbetrieb Handball“ über 14 Seiten, das fortlaufend angepasst werden soll, erläutert Mühlenbeck. Größtes Hindernis ist derzeit die Heimspielstätte: Weil die Taufkirchener durch den Abriss und im Neubau befindlichen Mittelschulturnhalle, die eine Tribüne und ausreichend Möglichkeiten der Abstandseinhaltung geboten hätte, ausschließlich in der engen Halle der Realschule (ohne Tribüne) trainieren und spielen können, „können wir leider keine Zuschauer in die Halle lassen“, bedauerte der TSV-Abteilungsleiter, zusammen mit Stellvertreter Hubert Aigner Hygienebeauftragter der Handballer. „Wir hoffen, dass sich das bald ändert.“ ola

Die besondere Bezirksliga-Rückkehr

by Tobias Huber

Taufkirchens Männer schaffen nach 20 Jahren wieder den Aufstieg

VON OLAF HEID

Taufkirchen – Es hat extrem lange gedauert. 20 Jahre, um genau zu sein. Zwei Jahrzehnte lang hatten sich die Taufkirchener Handballer vergeblich bemüht, die Bezirksklasse wieder einmal nach oben hin zu verlassen. Heuer gelang es endlich – die TSV-Männer kehren unter besonderen Umständen in die Bezirksliga zurück.

Der Saisonabbruch durch die Corona-Pandemie schmälert den Erfolg aber keineswegs. Die Vilstaler um Spielertrainer Maximilian Josef führten die Bezirksklasse Ost mit zwei Punkten Vorsprung an und wurden nach der Quotientenregelung souverän und verdient als Meister gewertet.

Das meint auch der überragende Torjäger des TSV, Dion Heydemann (157 Treffer/16 Spiele): „Das sieht man an der Tordifferenz (+142) und der Statistik mit der besten Abwehr und den besten Torhütern der Liga (Anm. d. Red: Florian Lehner, Gottfried Sperr). Wir haben eine gute Saison gespielt. Die Mannschaft und ich freuen uns auf jeden Fall darüber, dass wir es geschafft haben.“

An der Vils wollte niemand mehr als eine Art „Vizekusen“ (in Anspielung auf Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen, der bisher nie besser als Zweiter abschloss) enden. Etliche Male waren die Taufkirchener schon knapp gescheitert – in der Relegation oder als Zweiter. Besonders bitter blieb die Saison 2017/18 in Erinnerung, als dem TSV als Tabellendrittem punktgleich mit Meister und Vize ein einziges Tor im direkten Dreiervergleich zum Aufstieg fehlte.

Kein Wunder also, dass Heydemann betonte: „Es war wichtig für uns, nach den vielen knappen Versuchen zuvor. Wir hätten aber tatsächlich noch richtig Bock auf das Entscheidungsspiel gegen Rottenburg gehabt.“ Das wäre vermutlich das „Finale“ – ähnlich wie vor zwei Jahren – gewesen. War es nun aber nicht. Es bleibt für alle Vilstaler dennoch eine besondere Saison, die nicht nur die „Dosenöffner-Siege“ bei den direkten Kontrahenten in Burgkirchen (28:26) und Rottenburg (27:25) beinhaltete, sondern auch einen X:0-Wertungssieg gegen Dingolfing. Und dazu, so Heydemann, „dass wir außer Andi Rej in der Hinrunde weitestgehend verletzungsfrei waren“.

In der Rückrunde musste auch Rückraumspieler Thomas Anhoffer („das Zuschauen war die Hölle, weil ich nicht helfen konnte“) einige Male verletzt passen. Doch er ist sehr stolz auf das Geleistete und die Einstellung und Moral aller Spieler: „Sie haben echt Herz gezeigt.“ Zudem war es „von uns allen ein Traum, mal weiter oben mitzuspielen und wenigstens einmal mit der Mannschaft Meister zu werden und aufzusteigen, was wir jetzt allerdings leider nicht gebührend feiern konnten.“ Doch das wird sicherlich und sobald möglich nachgeholt.

Das Meisterteam von 1999/2000
Quelle: Erdinger/Dorfener Anzeiger

Trotz zwei Jahrzehnten Unterschieds lief auch die Meisterschaft 1999/2000 unter besonderen Umständen ab. Der damalige Trainer Roland Stelzer (heute bei der SpVgg Altenerding) erinnert sich noch gerne daran: „Ich hatte ja unseren Aufstieg vor dem letztem Spiel schon bestätigt bekommen und es der Mannschaft nicht mitgeteilt. Das hatte was.“ Denn der TSV hatte seinerzeit eigentlich die Titelchance durch eine 19:24-Pleite im entscheidenden „Endspiel“ gegen den VfL Waldkraiburg 2 aus den Händen gegeben, aber wegen drei unerlaubt eingesetzter Landesliga-Spieler des VfL erfolgreich Protest eingelegt. Damit sich Stelzers Mannen auch zum Abschluss gegen den TV Eggenfelden 2 (20:11) ins Zeug legen, winkte er erst Mitte der zweiten Halbzeit mit dem Schreiben des Handballverbands, das den Aufstieg bedeutete.

Stelzer denkt gerne an die Zeit zurück und will sie keinesfalls missen: „Es war damals schon eine super Truppe, mit teilweise 18 einsetzbaren Spielern. Es hat auch keiner gemuckt, dass er von der Tribüne aus dabei war. Es durften damals nur zwölf Mann auf dem Spielberichtsbogen stehen“ (heute 14).

Dass nach 20 Jahren die TSV-Männer jetzt zum zweiten Mal aufsteigen, freut den Ex-Coach zudem: „ Ich habe die Spiele immer im Auge gehabt. Leider konnte ich nicht öfter in Taufkirchen sein, da wir fast gleichzeitig gespielt haben. Aber Maxi Josef hat ein tolles Team geformt und ist ja schon zweimal knapp gescheitert.“ Auch hatte Stelzer etliche der älteren Spieler noch als Jugendtrainer an der Vils unter seinen Fittichen. „Die Huber Brüder, der Trainer, Patrick Mühlenbeck und den einen oder anderen.“

Damals stieg der TSV in der darauffolgenden Saison sofort wieder ab. Das wollen die Nachfolger in der kommenden Runde unbedingt verhindern. Auch das wäre wieder etwas Besonderes.

„Ich konnte keine Sekunde ruhig sitzen bei den knappen Spielen und habe einige Zuschauer schon lachend sagen hören, dass ich am Rand mehr Kilometer gemacht habe, als die Spieler auf dem Feld.“

Thomas Anhoffer, in der Rückrunde verletzter Spieler der Taufkirchener Handballer, zu seiner Zuschauerrolle auf der Tribüne.

(Original-Bericht erschienen im Erdinger / Dorfener Anzeiger am 16.06.2020)

„Das sind alles Theoretiker“

by Tobias Huber

Die Vorschläge des Handballverbands zum Trainingsablauf finden nicht überall Zustimmung

VON BERND HEINZINGER

Landkreis – In Zeiten der Corona-Krise hat der Deutsche Handballbund einen Acht-Stufen-Plan für den Wiedereinstieg ins Training erstellt. Vor kurzem startete die dritte Stufe – dabei ist Kleingruppentraining im Freien möglich, mit maximal fünf Personen inklusive Trainer. Allerdings bleibt das Passen des Balles untersagt, das Training muss absolut kontaktlos vonstatten gehen. Dazu gibt es weitere Empfehlungen, wie etwa das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken.

Die Vertreter der Handballvereine im Landkreis reagierten darauf mit gemischten Gefühlen. Peter Mesiarik, Trainer der Altenerdinger Landesligamänner, meinte: „Das sind alles Theoretiker, die das entschieden haben.“ Mit Handball habe es nicht viel zu tun, wenn man nicht einmal den Ball passen dürfe. Generell würde die Truppe im Freien derzeit nicht viel machen, die erlaubten Kleingruppeneinheiten sind nicht geplant.

Mesiarik hofft, dass es bald wieder besser wird, normales Training möglich sein wird: „Spätestens im August muss es so weit sein, sonst wird es schwierig mit dem Saisonbeginn am 1. Oktober.“ Denn nach mehreren Monaten ohne Ball würde sich die Verletzungsgefahr bei den Spielern deutlich erhöhen: „Das Gefühl ist einfach weg.“

Die Maßnahmen für richtig hält SpVgg-Frauentrainer Michael Zartner: „Wir betreiben Freizeitsport, da müssen die Kontakte so weit wie möglich eingeschränkt werden.“ Jetzt im Mai sei sowieso kein Balltraining geplant gewesen: „Die Frauen sollen sich individuell fit halten.“ Falls die Stufe drei aber länger andauern sollte – Stufe vier wäre Kleingruppentraining in der Halle, weiter ohne Passen des Balles –, dann könnte es jedoch zu Problemen kommen. Auch wenn es zu weiteren Lockerungen kommt, will Zartner die Frauen nicht zum Training überreden: „Jede soll selbst entscheiden. Da gibt es bei uns keinen Gruppenzwang.“

Gerhard Mühlenbeck, Abteilungsleiter beim TSV Taufkirchen, meint: „Das kann man vergessen.“ Die Vorgaben sei nicht praktikabel. „Der Handballsport lebt davon, dass Tore geworfen werden. Ohne Pässe oder Würfe ist das nicht möglich.“ Man könne den Spielern lediglich sagen, dass sie Kondition bolzen sollen. Kleingruppen wird es beim TSV nicht geben: „Der Vorstand des Gesamtvereins hat gesagt, dass der Sportbetrieb noch ruhen soll,“ betont Mühlenbeck. Er kritisiert auch die vorgegebene Dokumentation der Trainingsteilnehmer: „Das ist organisatorisch ein zu hoher Aufwand.“ Beim TSV hofft man, dass es spätestens Mitte August mit den Übungseinheiten weitergeht.

Die Regelungen als guten Anhaltspunkt empfindet Beate Peis, Handballabteilungsleiterin des TSV Wartenberg: „Wir befinden uns einfach in einer schweren Situation, die Gesundheit geht vor.“ Auch in Wartenberg ist Kleingruppentraining aktuell nicht geplant. Generell müsse vor dem Re-Start alles mit dem Gesamtverein abgesprochen werden. Peis: „Vielleicht können wir bald auf dem Sportgelände und im Außenbereich der Turnhalle etwas machen.“ Vor allem die Kinder würden schon warten – diese hätten übrigens allesamt vor der Krise einen Ball geschenkt bekommen: „Den können sie aber leider derzeit nur in die Luft werfen,“ so Peis.

Den gesamten Stufenplan gibt es unter dhb.de/returntoplay als PDF zum Download.

(Original-Bericht erschienen im Erdinger / Dorfener Anzeiger am 15.05.2020)

Das Ende aller Abstiegsängste

by Tobias Huber

Happy-End-Abbruch nun offiziell – sehr zur Freude von Altenerding und Taufkirchen

Quelle: Dorfener Anzeiger vom 25.04.2020, Seite 41

Altenerding/Wartenberg/Taufkirchen – Das Präsidium des Bayerischen Handballverbandes (BHV) hat nun endgültig entschieden, dass sämtliche Ligen unterhalb der 3. Liga abgebrochen werden. Für die Wertung beschloss der BHV folgendes Vorgehen: Es gibt Aufsteiger, dabei wird die Quotientenregel angewendet (die erreichten Punkte dividiert durch die Anzahl der Spiele ergeben einen Wert, der mit 100 multipliziert wird und das Ergebnis für die Abschlusstabelle ergibt). Für die Mannschaften aus dem Landkreis Erding ist zum Teil aber viel wichtiger, dass es keine Absteiger gibt.

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TSV Taufkirchen darf zweimal jubeln

Definitiv wird das nicht der TSV Taufkirchen sein, obwohl der Abstieg der Frauenmannschaft aus der Bezirksliga eigentlich rein rechnerisch bereits feststand. Durch die Wertung darf die Truppe um das Trainerduo Rosi Storck und Kati Gössl ein weiteres Jahr verweilen. „Es freut mich besonders, dass die Damen nicht absteigen, vor allem, da die Formkurve zum Ende der Saison steil nach oben ging“, meinte TSV-Handballchef Gerhard Mühlenbeck. Diese würden in der gleichen Liga wie die Männer von der Vils spielen.

Denn durch den Abbruch steht die Formation um Maximilian Josef als Champion der Bezirksklasse Ost fest. Nach 20 Jahren und etlichen knapp gescheiterten Versuchen steigen die Taufkirchener wieder in diese Liga auf, zum zweiten Mal seit es den Bezirk Altbayern gibt. „Wobei ich fest der Überzeugung war und bin, dass sie es heuer auf jeden Fall geschaft hätten“, betont Mühlenbeck. Kein Wunder also, dass er die BHV-Regelungen als „für den Handball sehr gut“, einschätzte. Auch die Quotientenregelung sei eine sehr faire Bereinigung der Tabellensituation. „Somit kann sich eigentlich keiner beschweren.“

Den nun vom Verband angepeilten Saisonstart zum 1. Oktober sieht er jedoch „skeptisch, da die Trainingseinheiten mindestens acht Wochen vorher, also Anfang August starten müssten. Ob man den Mannschaften und den Betreuern das abverlangen kann, ist schwierig zu beantworten“, so Mühlenbeck. Egal, wie es kommt: „Wir freuen uns auf die neue Saison, mit dem Novum, zwei Mannschaften in der Bezirksliga zu haben.“

Eine Handballsaison voller Gewinner

by Tobias Huber

SpVgg Altenerding und TSV Taufkirchen freuen sich über die Entscheidung des Verbands

Quelle: Dorfener Anzeiger vom 16.04.2020, Seite 36

 

Altenerding/Taufkirchen - Die Handballer der SpVgg Altenerding bleiben in der Landesliga. Der TSV Taufkirchen freut sich auf die Bezirksliga.

Das sind die Reaktionen auf die jüngsten Verbandsentscheidungen, die allerdings noch nicht endgültig feststehen.

In dieser Woche tagte das Präsidium des Bayerischen Handballverbands (BHV) – via Videokonferenz natürlich. Dabei gab es einige vorläufige Entscheidungen über die Wertung der aktuell abgebrochenen Saison, wie der BHV nun bekannt gab: Die Saison 2019/2020 aller Spielklassen der Männer und Frauen (unterhalb der 3. Liga) wird am Tag nach dem Bundesratsbeschluss beendet. Es wird keine Absteiger in der Saison 2019/2020 geben, Aufsteiger dagegen schon. Ein freiwilliger Abstieg in die nächstniedrigere Klasse ist möglich.

Ein endgültiger Beschluss erfolgt aber erst nach der Sitzung des Bundesrats vom Deutschen Handballbund. Diese findet am kommenden Wochenende statt. Laut BHV-Vizepräsidentin Ingrid Schuhbauer müsse man das noch abwarten: „Wir wollen schließlich ein einheitliches Vorgehen für alle Landesverbände. Dafür haben wir ja noch ein bisschen Zeit, es besteht kein akuter Handlungsbedarf. Bis mindestens zum 19. April ruht eh noch alles.“ Die Qualifikationsturniere der Jugendmannschaften finden sogar erst nach Pfingsten statt. Das erweiterte Präsidium des Bayerischen Handballverbands trifft sich am 22. April erneut via Videokonferenz, und bis spätestens 30. April soll die Bekanntgabe der Runden-Abschlusstabellen erfolgen. Am 17. Mai gibt es die Festlegung, ob die Jugendqualifikationen gespielt werden.

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Taufkirchen freut sich über Bezirksliga

Als optimal für Taufkirchens Handballer bezeichnete Abteilungsleiter Gerhard Mühlenbeck die wohl kommende Entscheidung: „Dadurch haben wir einen Aufsteiger und keinen Absteiger.“ Die Männer stehen auf dem ersten Platz in der Bezirksklasse, schaffen dadurch nach einigen knapp gescheiterten Versuchen erstmals seit den 90er-Jahren den Aufstieg in die Bezirksliga. „Das haben sie sich verdient, und wir sind absolut happy, wenn es so kommt,“ betont Mühlenbeck. Auf dem letzten Platz in der Bezirksliga sind die Taufkirchener Damen. Sie wären durch den Beschluss gerettet: „Darüber freuen sie sich natürlich auch sehr.“ Zunächst kann nur online gefeiert werden. Mühlenbeck verspricht aber:

„Nach der Corona-Krise gibt es sicherlich eine große Party.“